(Red.: leider hat uns die Stellungnahme der FPÖ erst am 23.09.21 14:47 erreicht, also nach der Auswertung, jedoch möchten wir die Antworten Ihnen gerne zur Verfügung stellen)


Anbei die Antworten von Vzbgm. Hubert Esterbauer:

Zu Frage 1)

a-

Hinsichtlich der geplanten Umwidmung ist dies nicht nur eine Frage des Waldes sondern auch der Frage, wie viele Existenzen ist es uns Wert. Bei der Entscheidung stand und steht immer auch im Vordergrund, wie viele Arbeitsplätze / Existenzen kann ich sichern. Bäume kann ich nachpflanzen, Existenzen nicht.

b-

Ich darf darauf hinweisen, dass im Falle einer tatsächlichen Teilrodung gesetzlich vorgeschrieben ist, eine gleich große Fläche aufzuforsten. Und es wäre möglich, dazu weitere Auflagen vorzuschreiben.

c-

Es steht ja noch nicht einmal fest, ob die Umwidmungen überhaupt genehmigt werden.

Frage 2)

Es ist richtig, dass im bereits umgewidmeten Gebiet noch Teilflächen unverbaut vorhanden sind. Daher gehe ich auch davon aus, dass die derzeit in Frage stehenden Flächen nur eine strategische Reserve darstellen sollen. Jeder weiß, dass Umwidmungen sehr lange dauern. Firmen jedoch schnell reagieren müssen. Letztendlich geht es wieder um Arbeitsplätze.

Die derzeit angesiedelten Betriebe haben in den letzten Jahre modernisiert. Das heißt, wenn zusätzlich Flächen benötigt werden, sind dass neue Arbeitsplätze und die damit verbundenen Existenzen.

Frage 3)

Die Frage des Grundwassers ist ein eigenes Thema. Hier sind wir eindeutig dafür, dass kein weiteres Grundwasser entnommen werden darf. Die technischen Möglichkeiten sich das Wasser aus dem Inn oder Salzach zu holen, sind vorhanden.

Frage 4)

Die genaue Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften hinsichtlich Wiederaufforstung, der Grundwasserentnahme und des tatsächlich benötigten Raumes, soweit dies überhaupt genehmigt ist.

Frage 5)

Es ist nicht richtig, dass Stellungnahmen irgend welcher Art, den Gemeinderäten zugestellt wurden.

Daher kann von einer umfassenden Information nicht die Rede sein. Weder mir, noch meinen Fraktionskollegen wurden irgendwelche offiziellen Schreiben oder Bescheide zugestellt.

mfg

Georg Spindler/Bezirksgeschäftsführer

Zustellungsbevollmächtigter Vertreter für GRW/LTW 2021

FPÖ Bezirk Braunau, Linzer Str. 9, 5280 Braunau

Tel.: 07722  632 92 , Fax  07722 20794

Handy: 0650 828 3971

E-Mail:  bezirk-braunau@fpoe.at

7 thoughts on “Stellungnahme 6: Die FPÖ”

  1. Das ist ein Hammer…. Die FPÖ OHNE eine einzige Stellungnahme – da frage ich mich schon warum? Was ist deren Strategie und was will man damit bezwecken? Ist es Ignoranz oder ist es Strategie?
    Es wurde aber außer Acht gelassen, dass das Thema Lachforst/Umwidmung bereits in aller Munde in und um Braunau ist – es wird bei Stammtischen darüber diskutiert, was ich persönlich immer wieder erlebe. Es herrscht durchwegs die Tendenz, den Lachforst zu erhalten und die Umwidmung in dieser Größenordnung ist ohnehin für die meisten unverständlich, wenn objektiv darüber diskutiert wird.
    Ob sich die FPÖ-Politiker da nicht verschätzen? Kennen sie ihre WählerInnen zu wenig? Wollen sie sich NICHT festlegen, um zu gegebener Zeit sich auf die „beste Seite“ zu stellen?
    Ich kenne deren Beweggründe einer derartigen Unwertschätzung nicht – ich persönlich finde es verwerflich, so mit seinen Bürgern, die sie vertreten wollen, zu verfahren.

  2. Die FPÖ ist auch auf die Fragen eingegangen zwar leider etwas spät, dafür ist es umso mehr eine Freude darauf als Braunauer Bürger einzugehen.
    Patrioten halten ja sehr viel auf die Heimat und vorallem auf den Wald, von den Wandervögeln an, die aus grauer Städte Mauer gezogen sind, ist der Wald ein romantischer Sehnsuchtsort, das spürt man hier,… vielleicht mit viel Phantasie.

    Was ist denn mit dem Herrn Spindler, Herrn Esterbauer passiert?

    „Bäume kann ich nachpflanzen, Existenzen nicht.“
    Ich weiß nicht ob die beiden einen Forstbetrieb unterhalten, aber man kann keinen Wald „pflanzen“! Man kann Fabriken bauen, immer und überall, aber nicht Natur! Nen Nutzforst, Baumplantagen vielleicht, irgendwo fernab, wo keiner ein Naherholungsgebiet braucht.
    Ein Mischwald wie der Lachforst braucht hunderte von Jahren um ein halbwegs ausgeglichenes Ökosystem zu sein. Die Tiere werden dann aus dem Zoo geholt? Arbeitsplätze würde so eine Rodung mit Pflanzung sicher bringen, aber ob das Sinn und Zweck der Übung ist?

    Existenzen bestehen aus mehr als nur Geld, das Leben ist mehr als nur Arbeit. Der Mensch braucht Wasser, Luft, Freiheit, Sicherheit, genau die Themen der Freiheitlichen, also wieso nicht für den Erhalt eintreten?!

    „Firmen jedoch schnell reagieren müssen. Letztendlich geht es wieder um Arbeitsplätze.“ und die „Betriebe haben in den letzten Jahre modernisiert“

    Die Erkenntnis liegt zum Greifen nah: Modernisiert!
    Also global vernetzte Lieferketten, voll digitalisiert, robotergestützt, Rückgewinnungssysteme etc pp. Alles gut die Braunauer Betriebe sind auch Spitze und auch ich bin stolz darauf, aber dafür braucht es Spezialisten, und Braunau hat nicht mal eine Berufsschule, geschweige denn eine Fachhochschule.
    Die Industrie in 10 Jahren braucht keine Horden an Händen mehr, keine tausenden Hilfsarbeiter aus aller Herren Länder. Wir brauchen schlaue Köpfe! Und die kommen nicht in das Ruhrgebiet Innviertels!

    Schon einmal einen modernen Betrieb besucht? Wieviele Menschen „arbeiten“ da noch? Ingenieure steuern hier, der Rest machen AI unterstützte Maschinen.
    Die ersten autonome Autos fahren auf den Straßen und die Herren wollen Pferdekutschen bauen.

    Aber zugutehalten muß man ihre Einstellung zum Wasser, sehr löblich! Wasser kann man nicht nachpflanzen! Ist doch noch nicht Hopfen und Malz verloren bei den Blauen!

  3. die blauen sind als grüne einfach nicht glaubhaft (so wie es schon beim brunnerpark war). es geht hier um sorgfältig kalkulierten stimmenfang.
    auch jörgl war dereinst viel zu intelligent für einen n …. er fischte einfach im teich der gestrigen … genauso wie die blauen heute schamlos im grünen teich fischen wollen. jetzt rudern sie etwas zurück und spielen die alte leier von den existenzen/arbeitsplätzen. ich war selbst lange zeit arbeitssuchend, hab mich aber nie in meiner existenz bedroht gefühlt.als schmarotzer fühl ich mich nicht, ich hab einige jahre unbezahlt für einen hilfsdienst gearbeitet.
    wie die zukunft aussehen könnte,wird in diesem clip beschrieben …. https://www.youtube.com/watch?v=2NNaQt5Dfec

    1. @Herr Prandl
      Allzu Grün kommen mir die Blauen eh nicht vor, aber persönlich finde ich das auch sehr gut, die sollen sich um Ihre Spezialgebiete kümmern und die Grünen auch. Es können doch nicht alle alles können, deswegen dann auf Sachthemen bezogen die Mehrheiten suchen und einen Konsens mit den Bürgern herstellen.

      Die alte Leier, die kann ich auch nicht mehr hören, immer die Antworten von 1890 wiederkäuen. Der Mensch ist mehr als eine Arbeitskraft, es freut mich das Sie sich als Arbeitssuchender = Williger nicht weniger wert gefühlt haben als ein Angestellter, die Wertigkeit kommt ja nicht vom Einkommen.

      Aber zu dem Youtube-Beitrag, der Herr Precht sieht das Thema mit der zukünftigen Entwicklung meiner Ansicht nach schon sehr korrekt, die nächsten 20 Jahre wird eine Entwicklung durchlaufen wie die letzten 100 zuvor, die Digitalisierung (AI/KI) wird viele Arbeitskräfte obsolet machen. Nur die Lösung mit bedingungslosen Grundeinkommen ist sehr konträr mit dem menschlichen Verhalten. Der Mensch möchte streben, nach mehr, ob sich das nun in Qualität oder Quantität äußert ist grundsätzlich egal, aber ein Grundeinkommen ohne von der Abhängigkeit (Steuern, Abgaben, Schulden & Zinseszins) mehr Abstand zu bekommen, wird das ein brutales Inflationsszenario.

      Es hat ja eigentlich nichts mit dem Lachforst zu tun, aber ein Umdenken der Bürger soll respektive muss beginnen, die Lebensgrundlagen muss vom Staat gesichert werden, nicht das Grundeinkommen. Gesundes Essen, Sicherheit, saubere Luft und Wasser, eine Perspektive und die Möglichkeit zur Entfaltung für jeden freien Bürger. Und nicht die Freiheit der Wirtschaft. Die Wirtschaft hat eben den Menschen zu dienen und nicht umgekehrt. Ein Grundeinkommen, würde den Lachforst quasi noch mehr gefährden, da das Geld unweigerlich nach oben fließt (Geld zieht Geld an) und der kleine Mann keine Chance mehr als „Geld-Empfänger“ gegen seinen „Herren den Staat zu opponieren.
      Stattdessen sollten einfach die Steuern runter!, Wieso wird man mit 20% bestraft, wenn man Lebensmittel kauft? Wieso Steuern auf Arbeit, die der berühmte Braunauer eingeführt hat? Wenn man die Abgabenlast von 70/80% (inkl. Zwangsabgaben wie Versicherungen etc) auf 20% reduziert, würde soviel Potential frei, das die „kleinen“ Bürger wieder investieren können, in Freiheit, in Qualität und in den Lachforst 🙂

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